Archiv: FEZ News 3. Quartal 2002

Info Geothermie

Die Schweizerische Vereinigung für Geothermie (SVG) publiziert in Zusammenarbeit mit energieschweiz das Infoblatt "Info-Geothermie". In diesen Bulletins werden in geraffter Form aktuelle Themen und Projekte erläutert. Ein interessantes Potential bilden insbesondere die grossen Tunnelprojekte in der Schweiz: Das Potential wird für den Lötschberg auf 15 MW und für den Gotthard auf 28 MW geschätzt.
Förderprogramm Geothermie: www.geothermal-energy.ch.

 

Neues Nachdiplomstudium EN-Bau

Was lange währt wird endlich Wirklichkeit. Die Fachhochschulen der Ostschweiz, Zentralschweiz, Zürich, Westschweiz und Tessin haben sich zu einer Trägerschaft zusammengeschlossen und bieten gemeinsam das "Nachdiplomstudium EN-Bau" an.

Nebst dem Basiskurs "Bau + Energie" werden zusätzlich drei Vertiefungskurse zu den Themen "Bauerneuerung", "Gebäudetechnik" und "Facility Management" angeboten.

Weitere Informationen: www.enbau.ch.

 

Zwölftes Schweizerisches Status Seminar

Am 12 und 13. September findet an der ETH Zürich das "12. Schweizerisches Status Seminar" mit Themen zur aktuellen Situation bei der "Energie- und Umweltforschung im Bauwesen" statt.
Auskünfte: Hans Bertschinger ZEN, c/o EMPA, Tel. 01 823 42 78

Elektrizitätsmarktgesetz

Information des FEZ:
Über das Elektrizitätsmarktgesetz wird im September 2002 abgestimmt. Das Gesetz verspricht mehr Markt und tiefere Energiekosten für die Konsumenten. Die erneuerbaren Energien sollen speziell gefördert werden durch Mindestpreise aus Kleinanlagen, Gratisdurchleitung, Bundeshilfen, etc.
Medien / Dokumentation: Infolinie Tel 0848 444 444. Weitere Infos: www.admin.ch/bfe
Medienmitteilung der EnDK:
Energiedirektoren sagen "JA" zum Elektrizitätsmarktgesetz (EMG)
Die Energiedirektorenkonferenz (EnDK) hat an ihrer heutigen Generalversammlung in Pfäffikon (SZ) ihre Unterstützung zum EMG bekräftigt. Das EMG garantiert die Versorgungssicherheit, enthält Leitplanken gegen missbräuchliche Preiserhöhungen und stärkt die Position der Schweizer Wasserkraft im internationalen Markt.

Versorgungssicherheit wird garantiert
Mit dem EMG wird die Versorgungssicherheit im Strombereich erstmals gesetzlich verankert. Dementsprechend muss die Elektrizitätswirtschaft einen zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb der Stromnetze gewährleisten und genügend Reserveenergie bereitstellen. Die Benützung der Stromnetze wird angemessen abgegolten. Die Kantone können den Netzbetreiberinnen Leistungsaufträge erteilen. Dies ist ein wirksames Instrument zur Gewährleistung des Service Public.

Leitplanken gegen missbräuchliche Preiserhöhungen
Darüber, dass keine unzulässigen Wettbewerbsabreden mit künstlichen Preistreibereien möglich sind, wachen der Preisüberwacher sowie die Schieds- und Wettbewerbskommission. Situationen, wie sie in Kalifornien vorkamen, sind dank dem EMG deshalb ausgeschlossen.

Unsere Vorteile nutzen
Der bei uns produzierte Strom aus Wasserkraft, insbesondere der zertifizierte Ökostrom, ist im Ausland begehrt. Mit dem EMG können wir weiterhin von diesem "Verkaufsschlager" profitieren. Ohne EMG würde der Absatz hingegen unnötig erschwert. Es macht nun aber wahrlich keinen Sinn, sich seiner eigenen Vorteile zu berauben.

Liberalisierung hat nichts mit Privatisierung zu tun
Das EMG öffnet den Strommarkt nicht, sondern regelt eine bereits laufende Liberalisierung. Es gewährleistet, dass der sich in Öffnung befindende Markt rechtzeitig in geordnete Bahnen gelenkt wird. Das EMG setzt Leitplanken in sozialer, ökologischer und regionalpolitischer Hinsicht.

Das EMG hat nichts mit Privatisierung zu tun. Weil rund 80 Prozent der Elektrizitätswerke den Gemeinden und Kantonen gehören, wären hierfür zusätzliche Volksabstimmungen nötig.

Chur/Pfäffikon, 29. August 2002

Information auf der Website publiziert am 13.12.2002, Geschäftsstelle FEZ.

Geändert: 15.12.09 / Forum-Energie-Zürich, Tel: +41 (0)44 305 93 70